IM GÄSTEZIMMER DREI
Honest Labor
12.11.2025 – 01.03.2026
In der Ausstellungsreihe „Im Gästezimmer“ präsentieren Stipendiatinnen und Stipendiaten der Sammlung Pohl zum Abschluss ihrer Förderung aktuelle Werke. In diesem Jahr sind die Städelschule-Absolventen Béla Feldberg und Robin Stretz zu Gast und zeigen Arbeiten, die im Rahmen ihres Arbeitsstipendiums entstanden sind.
Robin Stretz: Provincials (2021-2024); Robin Stretz: 50 Drawings on Reference and Process (2025); Robin Stretz: POV - Slide Show (2025); Béla Feldberg: untitled (Urinal 3) (2025); Béla Feldberg: shift 04 (2025); Béla Feldberg: shift 05 (2025); Béla Feldberg: shift 06 (2025) © für die Werke bei den Künstlern; für die Fotografie bei Eric Bell
Robin Stretz: 50 Drawings on Reference and Process (2025) © für das Werk beim Künstler; für die Fotografie bei Eric Bell
Béla Feldberg und Robin Stretz erkunden Architektur als Spiegel unserer Zeit. In zwei ganz unterschiedlichen Formensprachen befassen sie sich mit den sichtbaren Strukturen und den unscheinbaren Kräften, die das urbane Leben prägen. Beide untersuchen, wie sich gesellschaftliche Machtverhältnisse, Sehnsüchte und kulturelle Erinnerungen in die Gestaltung unserer Umgebung einschreiben. Ihre Arbeiten erzählen von Städten, die nicht nur gebaut, sondern auch bewohnt, befragt und geträumt werden.
Feldberg überführt hierbei Beobachtungen des öffentlichen Raums in kühle, atmosphärische Drucke und Skulpturen. Aus alltäglicher Architektur werden Sinnbilder sozialer Dynamiken, in denen Kontrolle und Verletzlichkeit ineinandergreifen.
Stretz dagegen richtet den Blick auf die märchenhaften “Storybook-Häuser” von Los Angeles. In Aquarellen und Installationen verdichtet er sie zu einem Archiv kultureller Projektionen. Er schafft Bilder einer Stadt, in der sich Nostalgie, Imagination und Identität überlagern.
Die Städte, die Uns formen
Béla Feldberg: untitled (Urinal 3) (2025); Béla Feldberg: shift 04 (2025); Béla Feldberg: shift 05 (2025); Béla Feldberg: shift 06 (2025) © für die Werke beim Künstler; für die Fotografie bei Eric Bell
Robin Stretz: 2980 Los Feliz Boulevard (2021-2024) © für das Werk beim Künstler; für die Fotografie bei Eric Bell
Auf der Suche nach der Verlorenen Zeit
30.04.2025 – 01.03.2026
Die Ausstellung untersucht, wie Zeit in der Kunst sichtbar, erfahrbar und hinterfragt werden kann. Die gezeigten Werke setzen sich kritisch mit zeitlichen Ordnungssystemen auseinander, erforschen die Vergänglichkeit von Materie und Ideen oder stellen Bewegungen und Veränderungen in einer einzigen Momentaufnahme dar. Zu sehen sind unterschiedliche künstlerische Positionen, die in Malerei, Skulptur, Fotografie und installativen Arbeiten Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in einen spannungsvollen Dialog setzen.
Kris Martin: Summit (2019), Courtesy of the artist & KÖNIG GALERIE; Robert Longo: Untitled (Cassandra) (2017) © für das Werk bei Kris Martin und für Robert Longo bei VG Bild-Kunst, Bonn (2026); für die Fotografie bei Bernhard Strauss
Tatiana Trouvé: Cosmogony, from the series Cosmos (Teil 2/3) (2016); Michael Sailstorfer: Raketenbaum (5) (2014) © für die Werke bei VG Bild-Kunst, Bonn (2026); für die Fotografie bei Bernhard Strauss
Die Frage nach dem Wesen von Zeit, die schon Marcel Proust in seinem titelgebenden literarischen Meisterwerk stellt, ist Ausgangspunkt für diese Ausstellung. Sie zeigt exemplarisch, wie das Phänomen Zeit in der Gegenwartskunst als konzeptuelles und ästhetisches Element untersucht wird. Die aus der Sammlung Pohl gezeigten Arbeiten eröffnen dabei sinnliche Zugänge zu dieser physikalischen Größe, die nicht nur unseren Alltag ordnet, sondern die menschliche Existenz wesentlich bestimmt. Dabei reichen die verhandelten Bedeutungsebenen von gesellschaftlichen Zeitstrukturen und normativen Zeitverständnissen über prozesshafte Zeiterfahrungen bis zu metaphysischen Reflexionen von Zeit, die philosophische und existenzielle Fragen aufwerfen. Es geht um historische, persönliche und universelle Zeitvorstellungen genauso wie um die spirituelle und emotionale Erfahrung von Zeit.
In ihrer Vielfalt laden die ausgestellten Arbeiten ein, Zeit als subjektive Erfahrung zu erleben, die sich zwischen Stillstand und Bewegung, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bewegt.
Zu sehen sind Arbeiten von Alicja Kwade, Robert Longo, Kris Martin, Georgia Russell, Michael Sailstorfer, Tatiana Trouvé und Lee Ufan.
ZEItERFAHRUNG IM Hier und Jetzt
Kris Martin: Summit (2019), Courtesy of the artist & KÖNIG GALERIE; Lee Ufan: From Line 80041 (1980) © für das Werk bei Kris Martin und für Lee Ufan bei VG Bild-Kunst, Bonn (2026) für die Fotografie bei Bernhard Strauss
Georgia Russell: Wrinkle of Time, Madeleine L’Engle (Banned Book Series) (2023), Courtesy Galerie Karsten Greve Köln Paris St. Moritz © für das Werk bei Georgia Russell; für die Fotografie bei Bernhard Strauss
RÜckblick
Auf der Suche nach der verlorenen Zeit
30. April 2025 – 01. März 2026
im Gästezimmer Drei
12. November 2025 – 01. März 2026
Konstellationen
30. April 2025 – 25. Januar 2026
Stopover
01. März 2024 – 28. Februar 2025
im Gästezimmer ZWEI
22. April 2024 – 07. Juni 2024
Einblick zwei
21. Dezember 2022 – 28. Februar 2023
im Gästezimmer EINS
14. September 2022 – 28. Februar 2023
Einblick Eins
1. Juli 2022 – 20. November 2022